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Mittwoch, 2. Juni 2010

Mein Leben als High School Student 31 - Update

Ich weiss, dass ich meinen Blog straeflich vernachlaessigt habe, aber von jetzt an habe ich ja wieder Zeit. Erstmal aber was so passiert ist (nicht viel):

In der Schule habe ich eine Arbeit nach der anderen geschrieben, Aufsatz nach Aufsatz, Test nach Test, Projekt nach Projekt ... zum Schuljahresende hin sind alle Pauker gleich.

Letzten Donnerstag hatten wir in den letzten beiden Schulstunden unser Multicultural Festival und unsere Talentshow. Das Festival war lahm: in der Mensa waren Stationen mit Spielen aus der ganzen Welt aufgebaut und 'jeder' konnte spielen. Es waren natuerlich viel zu viele Leute da, es war heiss, und ueberlaufen. Ein Teil der Mensa war abgesperrt und ein kleiner Foodbazaar aufgebaut. Wir hatten eine Menge Laender, aber dieser Kaesekuchen-artige Kuchen, tauchte in mehreren verschiedenen Laendern auf ...
In der anderen Stunde konnten wir dann zur Talentshow gehen. Die war echt gut: wir hatten diverse Saenger, Bands, und Taenzer. Ein Akt war eine professionelle indische Taenzerin, zwei Jungs hatten einen keine-Ahnung-was-genau-asiatischen-Tanz. Sah cool aus. Anders als im Fernsehen gab es keinen Preis, alle haben nur zum Spass mitgemacht.

Am folgenden Freitag sind Alina, Phyllis, und ich zum Cape gefahren. Phyllis wollte nach der Schule direkt losfahren, aber weder Alina noch ich hatten am Abend gepackt, weil wir beide noch wichtige Arbeiten geschrieben haben. Wir haben es trotzdem innerhalb von 30 Minuten geschafft, unsere Sachen zu packen und ins Auto einzusteigen. Natuerlich wollte halb Amerika zum Cape, weshalb wir praktisch zwei Stunden im Stau standen. Dazu kam, dass kein Essen vorhanden war, also haben wir uns Sandwiches gekauft. Phyllis hatte Alina und mir gesagt, dass es heiss werden wuerde und wir unsere Sommersachen bringen muessten. Naja, das erste, was ich machen musste, war ein Sweatshirt kaufen. Dann sind wir zurueck zum Strandhaus und haben ausgepackt. Eigentlich haette Phyllis Internet haben sollen, aber das ging auch nicht. Immerhin konnte ich mich im Gegensatz zu den anderen in ein fremdes Netz einloggen. Hat aber auch nicht immer geklappt.
Samstag war dann Barbecue-day. Wir sind zu Phyllis Freunden geganen, haben gegessen und ich habe Babyklamotten bemalt. Die Tochter von einer von Phyllis' Freundinnen war zu einer Babyshower eingeladen, und das war ihr Geschenk. Hat Spass gemacht, aber ich habe natuerlich vergessen, Bilder zu schiessen. Robin (= Phyllis' Freundin) hatte Internet, und ich war somit in der Lage, einen meiner Englischaufsaetze zu schreiben und Recherche im Internet zu betreiben. Den Rest des Tages hat es dann geschuettet. Als wir nach Hause sind, haben Alina und ich dann das Kabelfernsehen entdeckt (wir haben normalerweise ca. 20 Kanaele), was uns Zugang zu ueber 600 Kanaelen ermoeglichte. Ich glaube, wir haben den ganzen Abend lang den "Bride-Channel" angeschaut. Heisst eigentlich nicht so, aber alle Shows haben mit Braeuten zu tun. Unter anderem war da die Show, in der Frauen tausende von Brautkleider anprobieren konnten, aber sich nicht entscheiden konnten, waehrend die Verwandten entweder dauernd biestige Kommentare ("You look fat?" "You really want that???") abgegeben haben, oder endlich rauswollten ("You like that dress? Take it, I'll pay."). Und dann war noch die Show, in der vier Frauen sich um die beste Hochzeit gestritten haben.
Sonntag war dann das Wetter endlich gut und Alina und ich haben den Tag am Strand verbracht und NICHTS gemacht. Das war so wunderschoen! Abends hat Phyllis mich dann noch ein paar Stunden zu Robin gefahren, sodass ich Recherche fuer meinen anderen Aufsatz betreiben konnte. Als ich damit fertig war, ging es dann ins Bett.
Montag (es war Memorial Day und wir hatten daher keine Schule) war dann ganz meinem Aufsatz gewidmet. Waehrend Phyllis im Garten geschuftet hat, sass ich draussen und habe geistlich geschuftet: "The Individual in the American Society". Abends ging es dann nach Hause, es war nicht ganz so voll wie auf dem Hinweg, aber frei ist was anderes. Gegen zehn zu Hause ankommen, duschen, Bett. Und Dienstag war wieder Schule.

Wir haben am Cape eine Interessante Packung Aepfel gefunden, die Amis bemuehen sich ja sehr, aber sie kriegen das mit dem Deutsch nicht so wirklich hin:



In einer der Wochen zuvor waren Alinas Eltern hier und haben das Haus in den Ausnahmezustand versetzt. Es war komisch, Deutsch zu reden, aber man hat sich irgendwie wie zu Hause gefuehlt ...

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